Projektkoordination der GAB an der Technischen Universität München (Quelle: GAB).
Projekttreffen der GAB im November 2024 (Quelle: GAB).

Willkommen bei der Geothermie-Allianz Bayern

Das bayerische Molassebecken zählt aufgrund seiner außergewöhnlich günstigen geologischen Bedingungen zu den bedeutendsten Regionen für die geothermische Nutzung in ganz Deutschland. Die besonderen Eigenschaften des Untergrunds – von hochdurchlässigen Kalksteinschichten bis hin zu optimalen Temperaturgradienten – schaffen ideale Voraussetzungen für eine nachhaltige, zuverlässige und wirtschaftlich attraktive Nutzung der Tiefengeothermie.

Um das dortige Potenzial bestmöglich wissenschaftlich zu begleiten, haben sich 2016 drei bayerische Universitäten, die Technische Universität München (TUM), die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und die Universität Bayreuth (UBT) unter dem Dach der Geothermie-Allianz Bayern (GAB) zusammengeschlossen, um den Forschungsbedarf zu bündeln und offene wissenschaftliche Fragen der Tiefengeothermie zu klären. Seit 2020 sind dem Verbund die Ludwig-Maximilians Universität München (LMU) sowie die Hochschule München (HM) beigetreten.

Die GAB bündelt den Forschungsbedarf der Tiefengeothermie und arbeitet daran, wissenschaftliche Fragestellungen entlang der gesamten geothermischen Wertschöpfungskette zu klären. Grundlage dafür ist ein interdisziplinärer Forschungsansatz, der Ingenieur/-innen und Geowissenschaftler/-innen eng zusammenbringt und so den Blick über die Grenzen einzelner Fachdisziplinen ermöglicht.

Neben der Forschung innerhalb der Geothermie-Allianz Bayern spielt der Austausch zwischen Anlagenbetreibern und Wissenschaft eine zentrale Rolle. Durch ein starkes Netzwerk können wertvolle Betriebserfahrungen geteilt und direkt in Forschung und Praxis überführt werden.

Die Projektleitung der Geothermie-Allianz Bayern hat hierzu die Veranstaltungsreihe „Wissenstransfer“ etabliert. Sie dient als offene Plattform für Fachleute aus Wissenschaft, Industrie und Kommunen, die sich über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Best Practices austauschen möchten.

Weiterführende Informationen zu dieser Reihe sowie zu weiteren Veranstaltungen und Aktivitäten der GAB finden Sie im Menü unter Events.

Sollten Sie regelmäßig durch unseren Newsletter informiert werden wollen, melden Sie sich gerne bei uns!

Die Forschungsbereiche der GAB 3.0 werden hier in einer abstrahierten Darstellung aktueller TiefengeothermieNutzungsoptionen gezeigt. Hydrothermale Systeme in tiefen und mitteltiefen Reservoiren werden während der Betriebsoptimierung begleitet und EGS wird in Demonstrationsanlagen erprobt. Geschlossene Kreislaufsysteme werden implizit adressiert (Quelle: GAB).
Schematische Darstellung der Aufgaben der Geothermie-Allianz Bayern (Quelle: GAB).

In ihrer dritten Förderphase (2025–2028) begleitet die GAB 3.0 in fünf Teilprojekten den gesamten Entwicklungsweg von Geothermie-Projekten und berücksichtigt dabei die unterschiedlichen Praxisreifegrade der jeweiligen Anlagentypen:

1. Geologische Erkundung

2. Skalenübergreifende Reservoirmodellierung

3. Seismische Risikominimierung

4. Anlagentechnik und flexibler Betrieb

5. Systemoptimierung

Alumnis und Studierende im Masterstudiengang GeoThermie/GeoEnergie im Dialog (Quelle: GAB).

Masterstudiengang GeoThermie/GeoEnergie

Der Joint-Degree-Masterstudiengang GeoThermie/GeoEnergie der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg und der Technischen Universität München vermittelt umfassende Kenntnisse über Nutzung, Erschließung und Bewertung geothermischer Energieressourcen. Das Studienangebot umfasst das gesamte Spektrum der Tiefengeothermie und fördert ein innovatives, interdisziplinäres Verständnis von Geoenergie.

Ergänzend zu den regulären Lehrveranstaltungen werden themen- und methodenorientierte Summer und Field Schools, Workshops sowie öffentlich zugängliche Seminare angeboten, die aktuelle Entwicklungen der Geothermie aufgreifen und praktische Erfahrungen ermöglichen.

Die Lehre stützt sich auf die breite Expertise von insgesamt sieben Fakultäten der FAUTUM und LMU sowie auf Beiträge externer Fachleute aus Industrie und Praxis. Die enge Anbindung an die GAB gewährleistet, dass aktuelle Forschungsergebnisse direkt in die Ausbildung einfließen und Studierende bereits während ihres Studiums an laufenden Forschungsprojekten mitwirken können.

Die Studierenden können als Wissens-Multiplikatoren wesentlich zu einem verbesserten Verständnis der Tiefengeothermie und zur Förderung einer energiebewussten und technikoffenen Einstellung in der Öffentlichkeit beitragen.

Der Studienbeginn im Master „GeoThermie/GeoEnergie“ ist jeweils zum Wintersemester möglich. Informationen zur Anmeldung finden Sie hier.

Partner

FAU_neu

Gefördert durch

Partner Universitäten & Hochschulen